Zertifikate

Bei Zertifikaten handelt es sich um Wertpapiere, die zur Gruppe der Derivate gehören. In Deutschland werden Zertifikate an den Börsen in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf und Stuttgart gehandelt. Der Handel mit Zertifikaten ist noch relativ jung, vor circa 20 Jahren wurde erstmals ein Zertifikat emittiert.

Bei einem Zertifikat handelt es sich um eine Anleihe oder eine Schuldverschreibung. Dies stellt eine relativ sichere Form der Kapitalanlage dar, da der Emittent vorher genauer auf seine Bonität geprüft wird. Das Risiko eines Kapitalverlustes, z.B. durch Konkurs oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten, ist daher sehr gering.

Mittlerweile haben sich verschiedene Gruppen von Zertifikaten herausgebildet. Neben Index-, Bandbreiten- und Discountzertifikaten gibt es auch Garantie- und Hedgefond-Zertifikate.

Obwohl sich Zertifikate in den letzten Jahren ständig wachsender Beliebtheit erfreuen, sind sie nur teilweise für spekulative Anleger geeignet. Die Wertentwicklung orientiert sich meist parallel am Basiswert. Der Basiswert kann dabei eine Aktie oder ein Aktienindex, aber auch ein Rohstoff oder ähnliches sein.

Es hängt also immer von der Art des zu Grunde liegenden Basiswertes ab, ob die Anlage spekulativ oder konservativ ausfällt. Bei Rohstoffen ist z.B. von einer spekulativen Anlage auszugehen, während bei einem Aktienindex als Basiswert die Kapitalanlage eher konservativ ausfällt. Selbstverständlich sollte der Anleger bei der Investition in die spekulative Form von Zertifikaten gewisse Erfahrungen mit den zugrunde liegenden Basiswerten haben.
Fazit: Zertifikate sind ein junges Anlageprodukt  mit großem Potential. Sie sind flexibel einsetzbar und sowohl für konservative, als auch für spekulative Anleger gut geeignet. Sie eignen sich optimal zum Abrunden und Ergänzen eines bereits vorhandenen Depots.