Vorsicht Kostenfalle - Kreditkarten im Prepaid Format

Wer sich mit einer normalen Kreditkarte zu unsicher fühlt, weil er oder sie fürchtet, die Kontrolle über die eigenen Ausgaben und das Einkaufsverhalten zu verlieren, kann seit einiger Zeit nun so genannte Kreditkarten auf Guthabenbasis in Kombination mit einem Konto bei verschiedenen Anbietern erhalten. Doch die Verbraucherzentralen geben nun zu bedenken, dass die Kontrolle über die Finanzen in den meisten Fällen nicht unerheblichen Kosten nach sich zieht, wenn sie auf diese Weise sichergestellt sein soll. Die Vorteile liegen auf der Hand: Jeder Erwachsene/Volljährige kann ein solches Kreditkarten-Konto eröffnen, die Einzahlung kann durch Dritte problemlos vorgenommen werden.

Dafür muss der Nutzer oder die Nutzerin an anderer Stelle jedoch mit Nachteilen und ordentlichen Ausgaben rechnen. Schließlich wollen die Anbieter der Karten dennoch etwas am Kunden verdienen, wenn schon über Zinsen keine Einnahmen nach der Nutzung der Karte zu erwarten sind. Schon für eine simple Überweisung vom neuen Kreditkarten-Konto fallen Gebühren ab etwa 60 Cent an. Wer am Geldautomat mit der Kreditkarte Geld abheben will, darf sich nicht wundern, wenn die Kosten bei etwa fünf Euro liegen. Im Ausland kann hierdurch eine regelrechte Kostenexplosion bevorstehen. Eine gute Sache sind die Prepaid-Kreditkarten an sich aber durchaus, wenn man es richtig anstellt, so die Testagenturen. Finanzexperten raten dazu, die Karten nur für die bargeldlose Zahlung zu verwenden. Überweisungen, Abhebungen und andere Dienstleistungen sollten lieber mit der günstigeren Alternative EC-Karte vom klassischen Konto bei kooperierenden Instituten durchgeführt.

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