Spezialfonds

Unter Spezialfonds versteht man ein Anlagemodell, das auf die individuellen Bedürfnisse und Anlageziele eines einzelnen Anlegers oder einer kleinen Gruppe von Anlegern zugeschnitten ist. Sie sind somit das Gegenstück zu den so genannten Publikumsfonds, fallen jedoch genau wie diese unter das Deutsche Investmentgesetz und unterliegen damit der Finanzdienstaufsicht.

Spezialfonds können sowohl für den einzelnen Anleger eingerichtet werden, als auch für bestimmte Einrichtungen wie Banken, Versicherungen, Unternehmen, Kirchen oder Stiftungen. In der Regel wird die Anzahl von 20 bis 30 Anlegern in einem Fond nicht überschritten.
Einen Spezialfond kann sowohl langfristig, zum Beispiel für die eigene Altersvorsorge, oder auch kurzfristig zum Erreichen eines bestimmten finanziellen Ziels angelegt werden.

Die Auswahl der im Fond enthaltenen Anlagen sollte in jedem Fall einem Spezialisten beziehungsweise Fondsmanager überlassen werden. Nur dieser kann abschätzen, mit welchen Inhalten das Anlageziel in welcher Zeit erreicht werden kann. Dazu bedarf es einer genauen Kenntnis des Marktes und einiger Erfahrung.

Die Einrichtungs- und Nebenkosten eines Spezialfonds sind meist relativ hoch, da der organisatorische Aufwand im Vergleich zu den Publikumsfonds wesentlich höher ist. Dafür sind die Renditechancen in der Regel sehr gut und das Risiko ist optimal kalkulierbar. Das richtige Modell also für Menschen, denen die angebotenen Publikumsfonds nicht zusagen und die ihr Kapital für einen ganz bestimmten Zweck möglichst optimal anlegen möchten.