Schiffsbeteiligungen

Bei so genannten Schiffsbeteiligungen handelt es sich um geschlossene Fonds - auch „Schiffsfonds“ genannt. Sinn und Zweck des Ganzen ist es, sich mit seinem Kapital am Bau beziehungsweise Kauf von Schiffen zu beteiligen. Die Rendite entsteht, wenn das fertige Schiff schlussendlich verkauft oder verchartert wird.

Schiffsbeteiligungen werden in der Regel von den Reedereien indiziert, da diese oft auf Fremdkapital zur Vorfinanzierung des Schiffbaus angewiesen sind. Die zur Realisierung des Projekts notwendige Summe wird also durch die Einlagen der Anleger gebildet. Befinden sich genügend Einlagen im Fond, wird dieser geschlossen. Diese Phase nennt man Platzierungs- Zeitraum. Die Beteiligung ist also vom Volumen her begrenzt und auch zeitlich wird ein bestimmter Rahmen - in der Regel 10 bis 20 Jahre - vorgegeben.

Um die Sache rechtlich wasserdicht zu machen, wird die Beteiligungsgesellschaft in der Regel als GmbH und Co. KG gegründet, so dass der Anleger Kommanditist wird und ihm damit faktisch ein Teil des zu bauenden Schiffes gehört. In Zeiten von wirtschaftlicher Instabilität sind allerdings auch Schiffsbeteiligungen kein Hundert Prozent sicheres Modell mehr. Aufträge können platzen, Reedereien können sich verkalkulieren oder zwischenzeitlich in Konkurs gehen. In diesem Fall müssen Sie mit einem Totalverlust Ihres Anlagekapitals rechnen.

Erfahrene Anleger prüfen daher vor der Beteiligung den Initiator auf Herz und Nieren, studieren dessen Bilanzen und erforschen die Hintergründe über das zu bauende Schiff und dessen zukünftiger Abnehmer. Zu diesem Zweck erstellen die Reedereien Beteiligungsprospekte, in denen alle Eckdaten und notwendigen Informationen zum Projekt übersichtlich präsentiert werden. Trotzdem empfiehlt es sich, das Projekt von einem unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen, wenn man ganz sicher gehen will.

Schiffsbeteiligungen sind also das richtige Anlagemodell für Menschen, die langfristig auf ihr Kapital verzichten können und möglichst gute Renditechancen bei mittlerem Risiko bekommen möchten. Für Kurzzeitanleger sind sie eher nicht geeignet.