Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung dient zur finanziellen Abdeckung einer möglichen Pflegebedürftigkeit des Versicherten. Es besteht dabei keinen Unterschied, ob der Versicherte stationär - zum Beispiel in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtungen - gepflegt werden muss, oder aber zuhause von speziellem Pflegepersonal versorgt wird.

In diesem Fall zahlt die Pflegeversicherung ein Pflegegeld, welches sich nach einem festgelegten System bemisst.
Basis ist dabei die so genannte Grundbedürftigkeit. Hiermit sind alltägliche Tätigkeiten gemeint, die jeder für sich selbst ausführt, wie z. B. Körperpflege, Kochen oder das Instandhalten der Wohnung. Kann der Versicherte mehrere Tätigkeiten dieser Grundbedürftigkeit nicht mehr selbstständig ausführen, so gilt er als pflegebedürftig.

Die Pflegebedürftigkeit wiederum wird in drei Stufen unterteilt. Nach diesen Stufen bemisst sich die Höhe des Pflegegeldes, welches die Versicherung auszahlt. Dazu kommen noch weitere Faktoren, die sich auf die Höhe des Pflegegeldes auswirken. So ist es beispielsweise nicht egal, ob der Pflegebedürftige von einem professionellen Pflegedienst oder einer privaten beziehungsweise ihm nahe stehenden Person versorgt wird.

Bei der Berechnung der Stufe der Pflegebedürftigkeit spielte eine Rolle, wie oft der Pflegebedürftige am Tag die Hilfe weiterer Personen benötigt. Wer lediglich einmal am Tag auf Hilfe angewiesen ist, fällt demnach in die Pflegestufe eins. In die Pflegestufe zwei wird eingestuft, wer zwei bis dreimal am Tag Hilfe benötigt, z. B. bei der Körperpflege oder beim Kochen. Die dritte Pflegestufe tritt ein, wenn der Versicherte rund um die Uhr gepflegt werden muss und keinerlei Tätigkeiten mehr selbstständig ausführen kann.

Die Pflegeversicherung ist in der gesetzlichen Krankenversicherung automatisch enthalten und sichert damit den Versicherten selbst und seine Familienangehörigen automatisch ab. Der Beitrag hierfür beträgt momentan 1,7 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens, bei einer Bemessungsgrenze von 3562.- Euro monatlich. Wie bei den Beiträgen für die Krankenversicherung, teilen sich auch hier der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer die Beiträge für die Pflegeversicherung.

In einer privaten Krankenversicherung ist die Pflegeversicherung nicht zwangsläufig enthalten. Es empfiehlt sich daher, diese zusätzlich abzuschließen. Zudem gibt es bei der privaten Pflegeversicherung keinen einheitlichen Beitragssatz, da dieser nach dem gesundheitlichen Zustand und dem Alter des Versicherten berechnet wird.

Unser Tipp zur privaten Pflegeversicherung: Pflegeversicherung Vergleichsrechner