Lebensversicherung

Ab einem gewissen Lebensalter ändern sich in der Regel die Lebensumstände eines Menschen. Der berufliche Werdegang hat sich gefestigt, ein gewisses Verdienstniveau ist erreicht. Meist ist auch die Zeit der kurzfristigen Beziehungen Vergangenheit, so dass sich eine Hochzeit und die eventuelle Gründung einer Familie in naher Zukunft abzeichnet. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, über die finanzielle Absicherung seines Partners und/oder der Kinder nachzudenken.

Meist steht dafür der Abschluss einer Lebensversicherung an. Zunächst ist zu klären, worum es sich bei einer Lebensversicherung eigentlich handelt.
Als Lebensversicherung bezeichnet man eine Personenversicherung, die sowohl im Fall des Todes des Versicherungsnehmers, als auch im Erlebensfall Leistungen auszahlen kann. Der Punkt, an dem die Versicherung Leistungen ausschüttet, kann also individuell im voraus festgelegt werden. Da eine einzige Versicherungsform all diese Fälle nicht abdecken kann, gibt es mehrere Modelle einer Lebensversicherung. Die wichtigsten möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Um Familienangehörige wie Ehepartner, Kinder oder sonstige Hinterbliebene für den Fall des Todes des Versicherungsnehmers abzusichern, gibt es die so genannte Ablebensversicherung - auch Risikolebensversicherung genannt. Hierbei tritt der Versicherungsfall erst mit dem Tod des Versicherten ein. Der Versicherte selbst erhält also keine Leistung, sondern ausschließlich dessen Hinterbliebene.

Das gegenteilige Prinzip der Ablebensversicherung liegt der Erlebensversicherung zu Grunde. Hierbei erbringt der Versicherer die im Vertrag festgelegten Leistungen zu einem bestimmten Zeitpunkt, den der Versicherte erleben muss. Sollte er vor Erreichen dieses Zuteilungspunkts sterben, endet der Versicherungsvertrag automatisch und es werden keine Leistungen ausbezahlt. Im Erlebensfall wird die Versicherungssumme entweder in einem Gesamtbetrag, oder aber in monatlichen Raten ausbezahlt. Diese Konditionen können bei Vertragsabschluss individuell festgelegt werden.

Seit einiger Zeit gibt es auch eine Kombination aus der Erlebens- und der Ablebensversicherung. Hierbei erfolgt in jedem Fall eine Auszahlung der Versicherungsleistung, beim Tod des Versicherungsnehmers an die Hinterbliebenen, im Erlebensfall an den Versicherten selbst. Dieser kann wiederum wählen, ob die Leistung in einem Betrag oder als monatliche Rente ausbezahlt werden soll.

Ein besonderer Fall der Erlebensversicherung ist die so genannte Kapitallebensversicherung. Hierbei zahlt der Versicherte einen größeren Einmalbetrag in die Versicherung ein, welcher zu einem festgelegten Zuteilungszeitpunkt in monatlichen Raten beziehungsweise als Rente inklusive einer Rendite wieder ausgezahlt wird. Daher wird die Kapitallebensversicherung auch gerne von Selbstständigen und Freiberuflern genutzt, welche erst relativ spät die Möglichkeit haben, Kapital für die spätere Rente anzusparen.