Kfz-Versicherung

Die Kraftfahrzeugversicherung - kurz Kfz-Versicherung - ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, wenn man ein Kraftfahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr bewegen will. Sie hat die Aufgabe, Schäden, welche man anderen Verkehrsteilnehmern zufügt, zu regulieren. Um die Schäden ordnungsgemäß zu regulieren, muss die Kfz-Versicherung den Sachverhalt eindeutig klären können. Dazu werden in der Regel Gutachter beauftragt, Schadensanalysen durchgeführt und Zeugenaussagen zu Rate gezogen. Außerdem stellt die Kfz-Versicherung im Fall gerichtlicher Auseinandersetzungen auf Verkehrsrecht spezialisierte Anwälte.

Die Kfz-Versicherung in Deutschland gliedert sich generell in drei Teile, von denen lediglich der erste gesetzlich verpflichtend ist. Dabei handelt es sich um die Kfz- Haftpflichtversicherung, ohne die kein Kraftfahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden darf. Zusätzlich kann der Halter eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen, welche den Leistungsumfang der Haftpflichtversicherung entsprechend erweitert.

Die einzelnen Versicherungsmodelle unterscheiden sich wie folgt:

Die Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt ausschließlich die Schäden, welche anderen Verkehrsteilnehmern durch das eigene Verhalten im Straßenverkehr entstanden sind. Sie reguliert also keine Schäden am eigenen Fahrzeug. Wichtig ist dabei die Schuldfrage. Trägt ein Anderer die Schuld an dem Unfall, kommt dessen Haftpflichtversicherung für den Schaden an Ihrem Kfz auf. Tragen Sie dagegen die Schuld, reguliert Ihre Versicherung den Schaden des Anderen. Den Schaden an Ihrem eigenen Kfz müssen Sie in diesem Fall selbst tragen.

Die Teilkaskoversicherung deckt zusätzlich Schäden am eigenen Fahrzeug ab, welche durch Fremdeinwirkung entstanden sind. Dabei kann es sich z.B. um einen Diebstahl oder um Schäden aufgrund von Witterungsverhältnissen oder höherer Gewalt, wie zum Beispiel Hagel, Hochwasser oder Feuer, handeln.

Die Vollkaskoversicherung schließlich kommt für sämtliche Schäden an Ihrem Kfz auf, egal, ob diese selbst- oder fremdverschuldet sind. Da die Vollkaskoversicherung jedoch in der Regel recht teuer ist, lohnt sie sich nur bei neuen beziehungsweise noch nicht sehr alten Fahrzeugen. Als Richtwert gilt hier ein Alter von bis zu fünf Jahren.

Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung können Sie bei der Teilkasko- und Vollkaskoversicherung mit dem Versicherer eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Sie verpflichten sich also, im Schadensfall einen gewissen Teil der Schadenssumme selbst zu begleichen. Im Gegenzug dazu fällt die Beitragshöhe etwas geringer aus.

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