Gesetzliche Krankenversicherung für Selbstständige

Wer selbstständig ist und sich - aus welchen Gründen auch immer - nicht für eine private Krankenversicherung entscheiden möchte, hat die Möglichkeit, sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern zu lassen.

Ein großer Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige ist die Familienversicherung. Das heißt, Familienangehörige und Kinder sind kostenlos mitversichert. Im Vergleich zu einer privaten Krankenversicherung kann hier viel Geld gespart werden. Weiterhin erspart man sich bei der gesetzlichen Krankenkasse eine Gesundheitsprüfung, die in der Regel nur bei privaten Krankenversicherung vorgenommen wird.

Zudem hat der Selbstständige die Möglichkeit, sich den gesetzlichen Versicherer selbst auszuwählen. Wer mindestens 18 Monate freiwillig versichert ist, kann die Krankenkasse innerhalb von einem bis zwei Monaten wechseln. Bei einer Beitragserhöhung sind die Fristen sogar noch kürzer.
Bei Abschluss des Vertrages werden die Beiträge anhand der so genannten Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Der Versicherte ist hierbei verpflichtet, seine Umsätze beziehungsweise Gewinne gegenüber der Krankenkasse in geeigneter Form nachzuweisen.

Generell besteht die Möglichkeit, zwischen einem ermäßigten und einem erhöhten Beitragssatz zu wählen. Im ermäßigten Beitragssatz muss der Versicherte auf gewisse Leistungen verzichten, so hat er zum Beispiel keinen Anspruch auf ein Krankentagegeld. Für Selbstständige, die körperliche Arbeiten zu verrichten haben, kann dies unter Umständen existenzbedrohend sein. Sie sollten daher nach Möglichkeit den erhöhten Beitragssatz wählen.

Die Beitragsberechnung basiert auf einem Grundbeitragssatz, der in jedem Falle entrichtet werden muss, egal, ob der Verdienst des Versicherten darunter liegt oder nicht. Dieser Grundbeitragssatz liegt zur Zeit bei rund 300.- Euro im Monat.

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