Banken-Aktien weiter im Kurs-Dilemma

Das hatten sich die Experten an der Wall Street und den anderen Börsen des Landes sicher anders vorgestellt.  Als Barack Obama seine Antrittsrede begann, hielt man gespannt den Atem an. Die Hoffnungen für seine Ankündigungen waren groß. Umso erheblicher war die Enttäuschung, als der neue wichtigste Mann der Welt in seiner Rede zum Beginn seiner Legislaturperiode fast gänzlich die Themen Wirtschaftskrise und mögliche Maßnahmen gegen die fortschreitende Rezession im Land rhetorisch geschickt umschiffte.

Für viele Obama-Kritiker ein Zeichen, dass der Politiker mitsamt seines Kabinetts selbst derzeit eher rat- und machtlos dastehe. in der Kombination mit der extremen Unsicherheit, die immer noch auf dem Bankensektor in den USA grassiert, entwickelte sich an der Börse brisanter Sprengstoff. Die wichtigsten Indices gaben deutlich nach. Während der Dow-Jones-Index zeitweise um vier Prozent nachgab, verlor der Nasdaq, der Wert der Technologiebörse, sogar bis zu sechs Prozent. Insbesondere die Bankenwerte waren es denn auch, aus denen die Anleger reihenweise absprangen, um wenigstens weitere Verluste zu vermeiden.

Allein die große Bank of America musste mit ansehen, wie der Kurs in Richtung der 5-Dollar-Grenze nachgab, fast 30 Prozent ihres Wertes verlor die Aktie der Großbank. Eine Ausnahme stellen die Banken der USA leider derzeit nicht dar. Denn auch hierzulande gab der DAX bis zu zwei Prozent nach. Einer der großen Verlierer war die Commerzbank, deren Aktien erhebliche 6,4% einbüßte, während die Deutsche Bank mit einem Minus von 5,1 % und einem Kurs unter 17 Euro ein nur bedingt besseres Los gezogen hat. Insbesondere die Befürchtung, die Banken seien abermals auf eine Finanzspritze vom Staat angewiesen, lässt auf Seiten der Anleger und Investoren weiterhin die Banken-Aktien hierzulande wie auch in Übersee in den Keller gehen.

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