Aktien - Wertpapiere

Die Aktie - auch Wertpapier genannt - ist ein Dokument, das dem Inhaber ein Miteigentum am Unternehmen zusichert. Das Unternehmen hat dabei die Geschäftsform einer Aktiengesellschaft. Eine Aktie besteht in der Regel aus einem so genannten Mantel und einem Bogen. Im Mantel ist das zuvor beschriebene Miteigentum an der Aktiengesellschaft verbrieft, während im Bogen die so genannte Dividende, das heißt der Anteil aus dem Unternehmensüberschuss, festgelegt ist. Außerdem enthält der Bogen einen Erneuerungsschein, welcher zum Bezug neuer Dividendenscheine vorgezeigt werden muss, wenn die alten Scheine aufgebraucht sind.

Aktien lassen sich kaufen und verkaufen. Um diesen Geschäften einen Rahmen, das heißt einen festen Platz zu geben, gibt es die Börse. Dort werden Aktien zu einem bestimmten Kurs gehandelt. Der Kurs in entsteht dabei durch das Gleichgewicht bzw. Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage. Generell gilt: Steigt die Nachfrage an, erhöhen sich die Kurse. Steigt dagegen das Angebot an und die Nachfrage nimmt ab, fallen die Kurse.

Die Ausgabe und der Handel mit Aktien werden vom Deutschen Aktiengesetz geregelt. In diesem sind auch die Rechte der Aktieninhaber festgelegt. So hat z.B. jeder Aktionär das Recht, an der jährlichen Hauptversammlung des Unternehmens teilzunehmen und dort seine Stimme abzugeben. Außerdem wird bei einem Gewinnsüberschuss ein Teil davon an die Aktionäre ausgezahlt - die so genannte „Dividende“.

Aktien unterscheiden sich generell in Inhaberaktien und Namensaktien. Eine Namensaktie bezieht sich ausschließlich auf eine Person, deren Name auf dem Papier vermerkt ist. Die Aktie kann nur weiterverkauft beziehungsweise vererbt werden, wenn eine Verfügungsberechtigung vorliegt.
Anders ist es bei Inhaberaktien. Diese beziehen sich nicht auf eine bestimmte Person, es ist demnach auch kein Name auf der Aktie aufgedruckt. Das Wertpapier kann also beliebig verkauft, weitergegeben oder auch vererbt werden.

Weiterhin unterscheidet man zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien. Stammaktien enthalten alle oben beschriebenen Rechte, inklusive Teilnahme an der jährlichen Vollversammlung. Eine Vorzugsaktie enthält diese Rechte auch, bietet aber zusätzlich eine höhere Gewinnbeteiligung. Dafür ist sie in der Regel etwas teurer.

Auch in Bezug auf die Wertangabe unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Aktienformen. Die so genannte Nennwertaktie hat einen Geldbetrag aufgedruckt, welcher einen Teil des Grundkapitals darstellt. Das Gegenstück dazu ist die Stückaktie, die keinen bestimmten Betrag ausweist, sondern einen festgelegten Bruchteil am Gesamtvermögen darstellt.